MIKE KENEALLY "Scambot 2"





Fast sieben Jahre sind ins Land gezogen, bis wir mit "Scambot 2" das Nachfolgealbum zu dem im Jahre 2009 erschienen "Scambot 1" in Händen halten durften. Am 20. Dezember wird der US-amerikanische Multi-Instrumentalist MIKE KENEALLY, wenn wir richtig gerechnet haben, 55 Jahre alt. Keneally gehört zu jener Gruppe an Auserwählten, die sich ihre Sporen noch bei FRANK ZAPPA verdienen durften. Legendär dazu die Geschichte seiner Rekrutierung, auf die Keneally in unserem Interview ausführlich eingeht.


Während der Tausendsassa durch seine Mitgliedschaft in JOE SATRIANIs Studio- und Liveband mittlerweile auch bei einem breiteren Publikum vorstellig wurde, sind seine Solo-Alben eher was für Connaisseurs komplexerer musikalischer Spielarten.


Der Versuch, Keneally stilistisch zu verorten ist ohnehin zum Scheitern verurteilt. Und so lässt sich die musikalische Bandbreite des neuen Longplayers auch dieses Mal wieder nur sehr bedingt in Worten widergeben. Jazz, Rock, Funk, und alle dazwischen angesiedelten musikalischen Spielarten, werden mit erfrischender Selbstverständlichkeit durcheinandergewürfelt, und zu einem musikalisch anspruchsvollen Gesamtkunstwerk verwoben.


Im Pressetext zum Album meint Keneally zum Titel: “’Scambot 2’ continues the epic tale of a grumpy little guy named Scambot, whose behavior and personality are being controlled by an evil fruit jam magnate named Ophunji. 'Scambot 2' contains wonderful performances from the likes of Kris Myers, Pete Griffin, Bryan Beller, Joe Travers, Doug Lunn, Gregg Bendian, Ben Thomas, Jesse Keneally and Marco Minnemann, and I think it's the best set of songs I've turned out on album since Wooden Smoke in 2001.”



Die Bandbreite an Sounds und Stilen reicht dabei von STEELY DAN inspirierten Grooves (“Race the Stars”), über riff-orientierte Songs à la BLACK SABBATH (“Roll”), bis hin zu Country-Twang (“Constructed”) und sphärischen Klangnebeln („Freezer Burn“). Dass Keneallys Sinn für Humor auch dieses Mal nicht zu kurz kommt, beweisen indes Tracks wie der Opener „In the Trees” - mit über zehn Minuten der längste Track des Albums - mit seinen Heavy-Gitarrenparts und jazzig angehauchten Interludes, und seinem abwechselnd tiefergelegten Growls und Falsettgesang.


„Scambot 2“ ist weniger experimentell und weit zugänglicher als sein Vorgänger ausgefallen. Ungeachtet Keneallys respekteinflößender technischer und musikalischer Fähigkeiten ist "Scambot 2" - und das ist gut so - kein reines Gitarrenalbum geworden. Vielmehr bieten die fünfzehn Tracks auf einer Spielzeit von 64 Minuten beste Unterhaltung abseits ausgetretener musikalischer Pfade. Hier wird auf höchstem Niveau musiziert, und kompositorisch durchaus auch mal in zappaesques Terrain vorgestoßen. "Scambot 2" ist ein, im besten Sinne, stilistisch schwer einzuordnendes musikalisches Juwel, das erschlossen werden will.


Die physikalische Version gibt es übrigens als Doppel-CD mit weiteren Tracks, die während der „Scambot 2“ Aufnahmen entstanden sind, und unter dem Titel „Inkling“ ein eigenes Zuhause gefunden haben.

 


Erscheinungstermin: 9. September 2016
Label: Exowax Recordings

Tracklist


1. In the Trees
2. Roots Twist
3. Sam
4. Clipper
5. Forget About It
6. Pretzels
7. Buzz
8. Race the Stars
9. O
10. Roll
11. Constructed
12. Freezer Burn
13. Scores of People
14. Cold Hands Gnat
15. Proceed


www.keneally.com
www.facebook.com/mike.keneally
twitter.com/MikeKeneally




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