CHARLES LLOYD & THE MARVELS „I Long To See You“



Kaum zu glauben, dass der US-amerikanische Tenorsaxofonist und Flötist CHARLES LLOYD mittlerweile auch schon 78 Jahre zählt. Der Pionier des modalen Jazz hat für sein Projekt  CHARLES LLOYD & THE MARVELS eine erlesene Truppe an Musikern um sich geschart: Bill Frisell an der Gitarre, Greg Leisz, Meister an der Pedal-Steel Gitarre, und Lloyds langjährige Quartett-Mitstreiter Reuben Rogers am Bass und Eric Harland am Schlagzeug. Gastbeiträge gibt es noch von NORAH JONES und WILLIE NELSON zu vermelden. 



Laute Töne sind Lloyds Sache nicht. Waren sie nie, und werden sie auch nie sein. Die Vielschichtigkeit von „I Long To See You“ schmeichelt sich sanft und auf leisen Pfoten ins Bewusstsein, und entfaltet nach und nach seinen zauberhaften Reiz. Angenommen haben sich die Musiker diverser älterer Kompositionen, wie beispielsweise BOB DYLANs “Masters of War”, sowie älteren Lloyd Songs, wie dem grandios neu eingespielten “Of Course, Of Course”, der Titelnummer von Lloyds gleichnamigen Album aus dem Jahre 1965, oder “Sombrero Sam” von Lloyds im Jahre 1966 bei Atlantic Records erschienen Album „Dream Weaver“.


Ist schon die Umsetzung auf dem uns vorliegenden Studioalbum als äußerst gelungen zu bezeichnen, so leben die Kompositionen, wen wundert es, vor allem live so richtig auf. Zu welcher Blüte die Songs gelangen, muss man sich einfach auf dem oben verlinkten Konzertmitschnitt anhören. Weltklasse! Eigentlich unnötig zu sagen, aber dennoch hervorheben wollen wir BILL FRISELLs unverwechselbar poetisches Spiel, sowie GREG LEISZs meisterhafte Pedal-Steel Einlagen. Harmonie neu definiert. „I Long To See You“ ist Musik mit Seele, fürwahr.


Erscheinungsdatum: 5. Februar 2016
Label: Blue Note (Universal Music)

1. Masters Of War
2. Of Course, Of Course
3. La Llorona
4. Shenandoah
5. Sombrero Sam
6. All My Trials
7. Last Night I Had The Strangest Dream [feat. Willie Nelson]
8. Abide With Me
9. You Are So Beautiful [feat. Norah Jones]
10. Barche Lamsel

www.charleslloyd.com